Borreliose und Zeckenabwehr
Das Beste, was man tun kann, um seinen Hund vor Borreliose zu schützen, ist vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Die meisten Hunde, die von mit Borreliose infizierten Zecken gebissen werden, entwickeln Antikörper ohne jemals zu erkranken. Der gängige Borreliose-Impfstoff schützt gegen eine Borrelienart, die hierzulande kaum bzw. gar nicht vorkommt. Eine Kreuzimmunität zu Borrelienarten, die nicht im Impfstoff vorkommen, gibt es nicht. Dagegen stehen häufige Berichte über Nebenwirkungen des Impfstoffes, die auftretenden Symptome ähneln einer Borreliose. Von dieser Impfung ist daher abzuraten.
Während der Zeckenzeit kann es helfen, dem Hund zusätzliche Antioxidantien wie Vitamin C und Vitamin K1 zu geben. Zusätzlich können Sie natürliche zeckenabweisende Mittel äußerlich anwenden. Ätherische Öle, z. B. Rosengeranie, Eukalyptus, Zedern, Zitronella, Lavendel, Nelken, Rosmarin oder Opopanex lassen sich gut zur Ektoparasitenabwehr einsetzen. Dazu geben Sie 50 Tropfen ätherisches Öl auf einen Liter Wasser oder eine Wasser-Aloesaft-Mischung. Am besten eignet sich hierzu eine Sprühflasche. Vor jedem Gebrauch gut durchschütteln und auf den Hund sprühen. Achten Sie darauf, dass Nase und Augen beim Sprühen geschützt sind. Alternativ können Sie frische Blüten und/oder Blätter einiger dieser Pflanzen in Apfelessig einlegen, die Mischung 2-3 Wochen in die Sonne stellen, gelegentlich durchschütteln. Anschließend absieben, 1:2 mit Wasser verdünnen und als Parasitenspray einsetzten. Ein Hundebett gefüllt mit Zedernholzspänen wirkt auch zeckenabweisend oder etwas Rainfarn in die Hundehütte legen, das mögen Zecken und Flöhe gar nicht.
Bei einer Borrelioseerkrankung wird der Hund schulmedizinisch mit Antibiotika behandelt. Nach einer solchen Antibiose sollte unbedingt die Darmflora mit Probiotika nochmal aufgebaut werden. Während der Behandlung können Sie den Hund unterstützen, indem Sie Antioxidantien, pflanzliche Enzyme, Omega 3-Fischöl, MSM und eine Kräutermischung für Arthrose bzw. Arthritis beifüttern. (siehe Gelenkserkrankungen)
Ein weiterer Behandlungsansatz bietet die Wurzel der einheimischen Karde (Dipsacus sylvestris). In der TCM wird Karde bei Krankheiten eingesetzt, die ein ähnliches Symptombild wie Borreliose haben. Der bekannte Kräuterfachmann und Autor, Matthew Wood, beschreibt die Karde als effektives Mittel bei der Behandlung von Borreliose. Wolf-Dieter Storl hat in diesem Jahr ein interessantes Buch herausgebracht zum Thema Borreliose und ihre Behandlung mit u. a. Kardenwurzeltinktur: Borreliose natürlich heilen: Ethnomedizinisches Wissen, ganzheitliche Behandlung und praktische Anwendungen
Dosierung Hund:
Bei Borreliose: je 10 kg Körpergewicht 30 Tropfen Kardenwurzeltinktur
3 x täglich über 3 Monate.
Nach Zeckenbiss prophylaktisch die halbe Dosis für 1-2 Wochen geben.
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